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Kategorie: Forschung

Marie Jahoda, Marienthal 2.0 und die Aktualität soziologischer Forschung

25. Juni 2019 | Andreas Kranebitter | Christina Liebhart | Christoph Reinprecht

1930 schloss die Textilfabrik in Marienthal, einer Industriesiedlung rund 30 km südöstlich von Wien; was diese Schließung für den Ort bedeutete, erhob und veröffentlichte die Forschungsgruppe rund um Marie Jahoda, Hans Zeisel und Paul F. Lazarsfeld in ihrer klassischen Studie „Die Arbeitslosen von Marienthal. Ein...

Hat die EU ein Geschlecht?

11. Juni 2019 | Uta C. Schmidt

Forschung zum europäischen Integrationsprozess kann ergreifend, bildend – um nicht zu sagen sexy sein. Dies zeigt überzeugend der Band L’Europe, une chance pour les femmes? Le genre de la construction européenne. Im deutschsprachigen Kontext ist dieses historische Forschungsfeld noch nicht wirklich entdeckt worden und so folgt...

Alt, schwul, männlich? Positionierungen zu Männlichkeit von älteren schwulen Männern

28. Mai 2019 | Lea Schütze

Wie ältere und wie schwule Männer zu sein haben, ist gesellschaftlich umrissen – aber ältere schwule Männer? Sie werden erst seit Kurzem sowohl in Verhandlungen der ‚Community‘, wie auch in altenpolitischen und alterssoziologischen Debatten stärker in den Blick genommen. Subjektivierungsweisen älterer schwuler Männer sind...

„Es gibt da immer einen Weg“ – Genderbias durch Netzwerke in der Technik

09. April 2019 | Jennifer Dahmen-Adkins | Anne Göttgens | Andrea Wolffram

Chancengleichheit jenseits des Geschlechts – ist dies in Wissenschaft und Industrie Realität? Nach wie vor besetzen nur wenige Frauen hoch dotierte Positionen an Hochschulen oder in Wirtschaft und Industrie, obwohl der Frauenanteil der Studienanfänger*innen sowie Absolvent*innen in den letzten Jahren weiter gestiegen ist  (GWK...

Regina Jonas – die erste Rabbinerin weltweit

26. März 2019 | Uta C. Schmidt

Was heißt es wohl, die Allererste zu sein? Regina Jonas bemerkte später, es wäre ihr nicht darum gegangen, die Erste zu sein: „Lieber wünschte ich, ich wäre die 100.000!“ – Erfahrungsgeschichte und Erinnerungskultur setzen mitunter andere Akzente. Die Frauen, die sich in den 1970er-Jahren als Rabbinerinnen aufmachten, wussten...

Der 8. März als ‚Tag der Verbindung und der Solidarität‘ zwischen Frauen

05. März 2019 | Charlotte Binder

Der Internationale Frauentag am 8. März dient dem kollektiven Protest gegen sexistische und patriarchale Strukturen, der Solidarität zwischen Frauen und LGBT-Personen sowie der Sichtbarkeit ihrer Forderungen. Darin zeigt sich die zentrale Funktion des Internationalen Frauentags für Austausch, Vernetzung und Bündnisbildung. Dies...

Bauhausbiographien. Die Künstlerin Lotte Marx-Colsman

05. Februar 2019 | Ulrike Laufer

Im Jahr 1971 befand sich die Künstlerin Lotte Marx-Colsman im 64. Lebensjahr und endlich in einer Phase selbstbestimmten und freien Künstlerinnenlebens. Im selben Jahr legte die amerikanische Kunsthistorikerin Linda Nochlin mit ihrem Essay Why have there been no great women artists? den Grundstein zu einer neuen, auch und gerade...

Wie Frauen den Karriereaufstieg einfordern: Arbeitszeitnormen und Arbeitsplatzkontext sind entscheidend

29. Januar 2019 | Anja-Kristin Abendroth | Laura Lükemann

Es hat in den letzten Jahren vielfältige politische Bemühungen gegeben, die Gleichheit der Geschlechter am deutschen Arbeitsmarkt zu fördern. Dennoch bleiben Unterschiede zwischen den Löhnen und beruflichen Positionen von Frauen und Männern nach wie vor bestehen. Wie lässt sich diese Beharrungstendenz von Ungleichheiten...

Vor Ort nach dem Frauenwahlrecht graben

20. November 2018 | Susanne Abeck | Uta C. Schmidt

Mit dem Motto „Grabe, wo Du stehst“ machte sich in den 1980er-Jahren die Geschichtswerkstättenbewegung auf, Lokal- und Regionalgeschichte von ihrem antiquarischen, heimatverliebten Duktus zu befreien und einen Blickwinkel einzunehmen, der Partizipationsmöglichkeiten in Stadtgesellschaften auch geschlechtergeschichtlich...

„Ein unangenehmer Spagat“ – Die Arbeitsteilung von Doppelkarrierepaaren

30. Oktober 2018 | Kathleen Pöge

Wenn Doppelkarrierepaare Eltern werden, kann häufig nur noch eine Person erfolgreich eine Karriere weiterverfolgen. In heterosexuellen Partnerschaften ist das meist der Mann. Dementsprechend steigen in vielen Berufsfeldern Väter weiter auf, während die Karrieren von Müttern stagnieren oder gar abreißen. Meine kürzlich...

Die entgrenzte Ärzt_in – Ästhetische Intimchirurgie 4.0

16. Oktober 2018 | Kathy Meßmer

Die Position der Ästhetischen Chirurg_in der Gegenwart ist eine entgrenzte. Sie ist nicht mehr nur Ärzt_in, sondern Pressesprecher_in, Versicherungsvertreter_in und Manager_in. Intimchirurgie-Websites sind deswegen spannende empirische Daten, weil sie diese verschiedenen Rollen exemplarisch bündeln. Dabei stellen sie für die...

Stimmen des Widerstands: Emanzipatorische Räume in Ovids Erzählung der Minyastöchter

31. Juli 2018 | Stephanie Sera

Ovid einen Feministen zu nennen wäre nicht nur anachronistisch, sondern auch falsch. Und doch gibt es emanzipatorische Räume in den Metamorphosen. Mit einer exemplarischen Erzähltextanalyse der „Minyastöchter“, die den Blick auf Begehren richtet, können diese Räume erkundet werden. So sind unerfülltes, gewaltsames und...

Sexismen und Bodyismen innerhalb der schwulen Szene

03. Juli 2018 | Lucas Gottsmann

Im Sommer 2016 bot das in der US-Schwulenszene für seine Partykleidung und Unterwäsche bekannte Modelabel „Marek + Richard“ in seinem Onlineshop ein schwarzes Tanktop an, auf dem in großen weißen Lettern zu lesen war: „No Fats No Fems“. Szenenahe Online-Magazine übten daran scharfe Kritik. Die Autor*innen waren sich einig: Das...

Hoppers Frauenfiguren und das Spiel mit dem ‚male gaze‘ im Film Shirley

05. Juni 2018 | Jenny Bünnig

Leere Räume, verschlossene Stadtansichten, vereinzelte Figuren – das ist es, was wir (vor allem) sehen, wenn wir die Gemälde von Edward Hopper betrachten. Bereits ein oberflächlicher Blick auf die Bilder zeigt zudem, dass es meist junge, hellhäutige, einander ähnelnde Frauenfiguren sind, die hier gezeigt werden, fast immer sind...

Gender Trouble im Netz: Können digitale Zeichen verletzen?

29. Mai 2018 | Jennifer Eickelmann

Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit und ihre netzspezifischen Artikulationen entwickeln sich zunehmend zu einer Herausforderung für demokratisch verfasste Gesellschaften. Nicht zuletzt queer-feministische Aktivitäten, Identitäts- und Lebensentwürfe, die spezifische (Gender-)Normen herausfordern und in Frage stellen, sind...