Skip to main content

Kategorie: Gesehen Gehört Gelesen

Patriotismus für Bildungsbürger [sic!]

24. März 2021 | Tina Hartmann

Das Timing könnte kaum besser sein: Nach einem Jahr Pandemie liegen quer durch die Gesellschaft die Nerven blank. Die allgemeine Wundheit befeuert alte wie neue Weltverschwörungserzählungen und die Kampfaufrufe prominenter weißer alter Männer gegen jede Form von Minderheitengerechtigkeit. Sternchenthema ihrer Hasspredigten ist…

Big Data und das Wissen über Frauenwirklichkeiten

09. März 2021 | Anne Schlüter

Es gibt nicht nur einen Gender Pay Gap, sondern in großem Ausmaß auch einen Gender Data Gap. Lücken des Wissens sind für alle Lebens- und Forschungsbereiche feststellbar, auch wenn die Frauenpolitik und die Frauen- und Genderforschung schon manche von ihnen gefüllt haben. Seit Jahrzehnten werden Gleichstellungsberichte verfasst,…

Wider ein sorge- und naturvergessenes Wirtschaften!

02. März 2021 | Andrea Baier

Nachhaltigkeit (re)produktiv zu denken, läuft letztlich auf die „Neuerfindung des Ökonomischen“ (Biesecker/Hofmeister 2006) hinaus. Wie radikal und anschlussfähig dieser Ansatz ist, wird in den verschiedenen Beiträgen des von Tanja Mölders, Anja Thiem und Christine Katz als Festschrift für Sabine Hofmeister herausgegebenen…

Mutter kommt meistens ohne * – Als Mutter und Feministin in der Wissenschaft

09. Februar 2021 | Sandra Beaufaÿs

Der Internationale Tag der Frauen und Mädchen in der Wissenschaft weist jedes Jahr am 11. Februar darauf hin, dass Frauen in der Forschung noch immer unterrepräsentiert sind. Die vielfach verbreitete Meinung: weil sie ja Kinder großziehen müssen. Gleichzeitig sind gerade Akademikerinnen selten darauf vorbereitet, was sie als…

Frau Architekt.

15. September 2020 | Uta C. Schmidt

Im Foyer der Architektenkammer NRW widmet sich eine Ausstellung den Frauen im Architektenberuf. Seit mehr als 100 Jahren sind sie in diesem Berufsfeld tätig. Ist der besondere Fokus auf Frauen eigentlich noch zeitgemäß? Muss man sie heute wirklich noch der Architekturgeschichte hinzufügen? Offenbar schon, wenn die…

Tango Argentino als ästhetische Kultur – postkoloniale und gendertheoretische Fragen

28. Juli 2020 | Melanie Haller

Ein Buch über leidenschaftliche Begegnungen im Tango Argentino mag auf den ersten Blick nicht gerade gendertheoretische Innovationen vermuten lassen. Es gibt jedoch in der internationalen Forschungslandschaft Bücher, deren Übersetzung in eine andere Sprache schon immer überfällig war: Das Buch von Kathy Davis ist sowohl…

Jenseits symbolischer Anerkennung: Arbeits- und Geschlechterverhältnisse neu gestalten

23. Juni 2020 | Karina Becker | Kristina Binner | Fabienne Décieux

Kranken- und AltenpflegerInnen, aber auch SupermarktkassiererInnen erleben dieser Tage Ungewohntes und Gewohntes zugleich: Neu ist die mediale Aufmerksamkeit für ihre Leistung und deren gesellschaftliche Thematisierung, bekannt ist die weiterhin geringe monetäre Gratifikation. Ihre Tätigkeit wird als systemrelevant bezeichnet,…

Aufenthaltsrecht auf Zeit. Was Professor_innen über ihren Bildungsaufstieg erzählen

09. Juni 2020 | Sandra Beaufaÿs

Die französischen Kolleg_innen haben es vorgemacht – nach Pierre Bourdieus Soziologischem Selbstversuch (2002) und Didier Eribons Rückkehr nach Reims (2016) wird erzählbar, was bislang lieber schamhaft verschwiegen oder als unerheblich für den Weg zur Universität abgetan wurde: eine bildungsferne soziale Herkunft. Stimmen von…

Lesbian-Like als Kategorie der Frauengeschichte. Ingeborg Boxhammers Buch „Herrin ihrer selbst“

03. März 2020 | Uta C. Schmidt

Der Titel macht neugierig, verspricht er doch so interessante Themen wie Zahnkunst, Wahlrecht und Vegetarismus. Es geht um eine Frau, die im Deutschen Kaiserreich frauenbezogen lebte und mit ihren Freundinnen einen eigenen Weg ging, berufstätig, politisch aktiv und mobil – bis zur Flucht in die USA vor den Nationalsozialisten,…

Auf halbem Weg im Regen. Reflexionen zu Anke Stellings „Schäfchen im Trockenen“

18. Februar 2020 | Sandra Beaufaÿs

Die Gentrifizierung am Prenzlauer Berg oder das „Berliner Selbstverwirklichungsmilieu“ sei angeblich Thema des 2019 mit dem Leipziger Buchpreis ausgezeichneten Romans von Anke Stelling, „Schäfchen im Trockenen“. Rezensent_innen sehen darin wahlweise die „Suada einer Aufsteigerin“ (Jens Bisky) bzw. eine „Angstschrift gegen den…