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Schlagwort: Beziehungen

Was ich anhatte – Schuld ist nicht das Opfer

27. September 2022 | Pauline Woersdoerfer

In der Diskussion um sexualisierte Gewalt rückt häufig die Kleidung in den Vordergrund und sucht damit die Schuld beim Opfer. Die Wanderausstellung Was ich anhatte möchte mit dieser Verantwortungsübertragung an die Opfer brechen. Die Ausstellung bewegt, wühlt auf und gibt zu Denken. Was ist Victim Blaming? Sie hatte eben ein…

Rape-and-Revenge ad absurdum: die Serie „I May Destroy You“

10. Mai 2022 | Mascha Helene Lange

In der TV-Serie I May Destroy You (2020) erzählt Michaela Coel die Geschichte von Arabella Essiedu, einer jungen Schwarzen Schriftstellerin in London, die wiederholt Opfer sexualisierter Gewalt wird. Die Serie basiert auf autobiografischen Erfahrungen Coels und ist gerade deshalb so nahegehend, weil in ihr gekonnt und kritisch…

Freund:innenschaft als Methode in Corona-Zeiten

11. Januar 2022 | Clara Schwarz

Die Corona-Pandemie hat einiges auf den Kopf gestellt, so auch Bereiche der qualitativen Sozialforschung. Im Lockdown wurden Gespräche digital geführt, Forschende und Teilnehmende waren durch die gemeinsame Erfahrung der Isolation verbunden. In meiner Studie zu queeren Freund:innenschaften während der Corona-Pandemie führte ich…

Antifeminismus

Deutsche Normalität: Rechte Homosexuelle und die AfD

06. Oktober 2021 | Patrick Wielowiejski

Die „Alternative für Deutschland“ (AfD) führte ihren Wahlkampf zur Bundestagswahl 2021 unter einem simplen Claim: „Deutschland. Aber normal“. Wer mit gender- und queertheoretisch geschultem Blick durch die Welt geht, erkannte sofort, dass damit auch die ‚Normalität‘ von Patriarchat, Zweigeschlechtlichkeit und Heteronormativität…

Rape and Revenge. Kulturwissenschaftliche Perspektiven auf sexualisierte Gewalt

14. September 2021 | Manuel Bolz

In meinem Beitrag stelle ich spezifische Fragestellungen und Herangehensweisen einer Kulturanalyse an das Phänomen „Rape and Revenge“ vor. Das medienwissenschaftliche Konzept „Rape and Revenge“ („Vergewaltigung und Rache“) bezeichnet in seinen fiktionalen und empirischen Formen zumeist eine Strategie von (juristisch gelesener)…

Wenn weder Rosa noch Blau passt. Zum Erleben von Eltern intergeschlechtlicher Kinder

07. September 2021 | Anike Krämer

Seit Beginn der überlieferten Geschlechtsschreibung gilt Geschlecht – in der Ausprägung männlich und weiblich – als Konstante und unhinterfragbares und auch unhintergehbares Faktum (Gildemeister/Wetterer 1995: 201). Zweigeschlechtlichkeit strukturiert unseren Alltag. Es gibt sportliche Wettbewerbe für Männer und für Frauen,…

Jede Kultur ist ‚Transkultur’ – auch die japanische. Michiko Mae im Interview

24. August 2021 | Uta C. Schmidt | Michiko Mae

Michiko Mae ist mit dem Höffmann-Wissenschaftspreis für interkulturelle Kompetenz der Universität Vechta ausgezeichnet worden. Die emeritierte Professorin der Heinrich-Heine Universität Düsseldorf und Mitglied des Netzwerks Frauen- und Geschlechterforschung NRW erklärt im Gespräch mit Uta C. Schmidt ihr…

Väter und Söhne. Phantasmen nationalsozialistischer Propaganda und aktuelle Filmmotive

17. August 2021 | Sebastian Winter

Affektiv aufgeladene Bilder der Auseinandersetzung zwischen „Vätern“ und „Söhnen“ spielen sowohl in nationalsozialistischen Propagandafilmen als auch in post- und antinazistischen Spielfilmen eine zentrale Rolle. In einem kleinen Forschungsprojekt untersuche ich die manifesten und latenten Brüche und Kontinuitäten solcher Bilder…

Die Macht von Diskursen: Gesellschaft und ‚Geschlechterkrieg‘

18. Mai 2021 | Sophie Domres

Im Jahr 2016, während seiner Reise durch den Kaukasus, erklärte Papst Franziskus „Gendertheorie“ zu einem Baustein eines „weltweiten Krieges zur Zerstörung der Ehe“ (Bremer 2016; Löbbert 2016; Straub 2016). Der Journalist Robert Sedlaczek nannte seinen Artikel über gendergerechte Sprache „Der Krieg der Sterne“. Christian Weber…

Flexibel und selbstbestimmt? Wie Jugendliche vergeschlechtlichte Subjekte werden

20. Oktober 2020 | Judith Conrads

Anything goes – dieses Motto scheint für viele Jugendliche gegenwärtig in Bezug auf Geschlecht zu gelten. So jedenfalls ein Befund aus meiner empirischen Studie, in der vergeschlechtlichte Subjektformungen junger Menschen untersucht werden (Conrads 2020). Doch ein näherer Blick auf die Ergebnisse zeigt, dass es ganz so einfach…