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Schlagwort: Gesellschaft

Antifeminismus

Affekte und Emotionen in Anti-Gender-Mobilisierungen

08. Oktober 2021 | Julia Roth | Birgit Sauer

Die Mobilisierung von Affekten ist ein Kennzeichen neoliberaler Steuerung und Regierung. In vielen gesellschaftlichen Bereichen führte dies zu einem affektiven „Exzess“ – Angst vor Überforderung, vor Verlust des Jobs oder der Kontrolle über das eigene Leben, Scham über Versagen im Wettbewerb, Wut gegenüber als Andere…

Antifeminismus

Antifeminismus und die Fortschreibung von Marginalisierungen in digitalen Räumen

07. Oktober 2021 | Katharina Mosene

Auch wenn das Internet für viele marginalisierte gesellschaftliche Gruppen (#metoo, #metwo, #schauhin, #ThingsDisabledPeopleKnow) Raum für kommunikative Selbstverwirklichung, Reichweite und Allianzen bietet, sind diese Gruppen zugleich in dieser digitalen Welt nach wie vor in besonderem Maße von Diskriminierung betroffen.…

Antifeminismus

Historische Kontinuitäten und Brüche im deutschen Antifeminismus

05. Oktober 2021 | Rebekka Blum

Die aktuelle Antifeminismusforschung zeigt, wie Antifeminismus als Türöffner für extrem rechtes Denken und Mobilisierungen fungiert. Um das Phänomen theoretisch fundiert zu erfassen, ist es darüber hinaus notwendig, Antifeminismus auch in einem historischen Kontext und damit hinsichtlich Kontinuitäten und Brüchen zu betrachten. …

Debatte

Das Geschlechterregime des Kreativitätsdispositivs

31. August 2021 | Mareike Gebhardt

Kreativität wird in der Spätmoderne zur Ware. Sie unterliegt neoliberalen Anforderungen von Optimierung, Effizienz, Originalität und Selbstverantwortlichkeit, die fast immer maskulin ausgedeutet werden: Vom männlichen Geniekult über den smarten und in teure Designer-Klamotten gekleideten Kreativdirektor, der mit Charme,…

Gesehen Gehört Gelesen

Decent Care Work – gute Sorge ohne gute Arbeit?

06. Juli 2021 | Michaela Feichtl | Katharina C. Gruber | Marlene Hofer

Die durch die COVID-19-Pandemie induzierten Verwerfungen wirkten und wirken wie ein Brennglas, das vormals unsichtbare Care-Arbeit nun einer breiten gesellschaftlichen Öffentlichkeit sichtbar gemacht hat. Von den Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie wurden Care-Arbeiter*innen besonders hart getroffen. Insbesondere…

Interview

Mobilisierungen gegen Feminismus und ‚Gender‘ – Interview mit Marburger Forscherinnen

22. Juni 2021 | Zentrum für Gender Studies und feministische Zukunftsforschung

Am Zentrum für Gender Studies und feministische Zukunftsforschung an der Universität Marburg gibt es seit 2017 eine Gruppe von Wissenschaftlerinnen, die sich erstmals einen systematischen Vergleich antifeministischer Diskurse vorgenommen hat. Ihre Forschungsarbeit unter der Leitung von Annette Henninger wurde inzwischen in…

Forschung

Der travesticidio als postkoloniales Phänomen

08. Juni 2021 | Charlotte Fischer

Der travestismo hat in Lateinamerika eine lange Tradition, der mit der Kolonisation ein Ende gesetzt wurde. Der Begriff travesti, der wörtlich übersetzt so viel bedeutet, wie die Kleidung des anderen Geschlechts zu tragen, ist entstanden durch die kolonialistische Fixierung von Geschlechterbinaritäten, welche die soziale Rolle,…

Debatte

Die Macht von Diskursen: Gesellschaft und ‚Geschlechterkrieg‘

18. Mai 2021 | Sophie Domres

Im Jahr 2016, während seiner Reise durch den Kaukasus, erklärte Papst Franziskus „Gendertheorie“ zu einem Baustein eines „weltweiten Krieges zur Zerstörung der Ehe“ (Bremer 2016; Löbbert 2016; Straub 2016). Der Journalist Robert Sedlaczek nannte seinen Artikel über gendergerechte Sprache „Der Krieg der Sterne“. Christian Weber…

Debatte

Ein „Roman zum Wohlfühlen“? Karen Köhlers Miroloi und misogyne Literaturkritik

11. Mai 2021 | Jara Schmidt

Karen Köhlers Romandebüt Miroloi (2019) ist dem Titel nach ein Toten- oder Klagelied. In diesem berichtet die adoleszente Protagonistin in 128 Strophen vom konfliktgeladenen wie restriktiven Leben innerhalb einer patriarchalen Inselgemeinschaft, in der sie als Person unbekannter Herkunft „eigentlich nicht vorgesehen“ (S. 28)…

Forschung

Frigidität 2.0 – Aktuelle Medikalisierungen von A_sexualität

13. April 2021 | Annika Spahn

Nichtexistente und wenig sexuelle Anziehung wurde historisch medikalisiert, also als medizinisches Problem betrachtet, das es zu ‚heilen‘ galt. Im 19. und frühen 20. Jahrhundert wurde beispielsweise Frigidität, also sexuelle Unempfindlichkeit, als eine sexualpathologische Störung aufgefasst, die nur bei Frauen diagnostiziert…