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Schlagwort: Gesellschaft

Was ich anhatte – Schuld ist nicht das Opfer

27. September 2022 | Pauline Woersdoerfer

In der Diskussion um sexualisierte Gewalt rückt häufig die Kleidung in den Vordergrund und sucht damit die Schuld beim Opfer. Die Wanderausstellung Was ich anhatte möchte mit dieser Verantwortungsübertragung an die Opfer brechen. Die Ausstellung bewegt, wühlt auf und gibt zu Denken. Was ist Victim Blaming? Sie hatte eben ein…

Brennender Regenbogen: Heteronormative Machtkonflikte in modernen Gesellschaften

06. September 2022 | Martin J. Gössl

Wenn ein trans Mann in Münster bei der CSD Feier für sein schlichtendes Verhalten von einem Unbekannten verprügelt wird und an den Folgen stirbt, so ist dies eine unfassbare Tragödie. Machtkonflikte und die daraus resultierende Gewalt sind Momente, die traurig machen und uns als Gesellschaft auf eine Belastungsprobe stellen.…

Krieg als Lebensrealität – der Blick feministischer Friedens- und Konfliktforschung

30. August 2022 | Victoria Scheyer | Sandra Beaufaÿs

Der Angriff Russlands auf die Ukraine hält Europa in Atem und löst viele Fragen und Lagerkonflikte zwischen weiteren Ländern und auch innerhalb einzelner Staaten aus. Zum Anti-Kriegstag am 1. September haben wir die Friedens- und Konfliktforscherin Victoria Scheyer gefragt, welche Perspektiven der feministischen Forschung es auf…

Autozentrierte Gesellschaft

23. August 2022 | Anke Kläver

Das 9-Euro-Ticket verändert gerade die Sicht auf Mobilität in Deutschland, das als „Autoland“ gilt: Die Autoindustrie hält uns angeblich wirtschaftlich am Leben, es gibt 49 Millionen private PKWs, es wird schneller damit gefahren als in anderen Teilen Europas und die Infrastruktur ist komplett darauf ausgerichtet. Ist dieser…

Antifeminismus als autoritäre Konfliktabwehr

14. Juni 2022 | Charlotte Höcker | Johanna Niendorf

In autoritären Bewegungen spielen Auseinandersetzungen um Geschlecht und Sexualität eine zentrale Rolle. Das zeigt sich an der Mobilisierung gegen einen vermeintlichen ‚Genderwahn‘, gegen Frauenrechte und Emanzipation, dem Feindbild Feminismus sowie den Angriffen auf LSBTIQ-Personen. Im Antifeminismus verbinden sich autoritäre…

Rape-and-Revenge ad absurdum: die Serie „I May Destroy You“

10. Mai 2022 | Mascha Helene Lange

In der TV-Serie I May Destroy You (2020) erzählt Michaela Coel die Geschichte von Arabella Essiedu, einer jungen Schwarzen Schriftstellerin in London, die wiederholt Opfer sexualisierter Gewalt wird. Die Serie basiert auf autobiografischen Erfahrungen Coels und ist gerade deshalb so nahegehend, weil in ihr gekonnt und kritisch…

Zur Sehschwäche gegenüber Künstlerinnen. Versuch einer Revision

03. Mai 2022 | Claudia Rinke

In Museen, Ausstellungen, Galerien und auf dem Kunstmarkt waren und sind Künstlerinnen immer noch wesentlich weniger präsent als ihre männlichen Kollegen. Auch in der bildenden Kunst, ihren Marktstrukturen und Institutionen findet sich die binär konzeptionalisierte Geschlechterdifferenz, die mit Macht- und…

Witwen, Wolfram und die Wissensordnung der Genderlinguistik

12. April 2022 | Miriam Lind | Uta C. Schmidt

Die Sprachwissenschaftlerin Miriam Lind erklärt im Interview mit Uta C. Schmidt nicht nur kurz und knapp, worum es bei geschlechterinklusiver Sprache geht. Sie lässt uns auch teilhaben an Erkenntnissen, die die Historische Sprachwissenschaft des Deutschen für aktuelle Gespräche über generische Maskulina und das Verhältnis von…

Nur Kinder, Küche, Kirche? Zum Wandel weiblicher Lebensentwürfe um 1968

05. April 2022 | Alexandra Regiert

Besetzte Hörsäle, Plakate schwenkende Vertreter*innen der Neuen Linken und promiskuitive Ausschweifungen einer Berliner Kommune: Die Anrufung ‚1968‘ ruft im allgemeinen Geschichtsbewusstsein sofort plakative Bilder einer aufrührerischen – und primär männlichen – Jugend vor Augen. Doch jenseits massenmedial verbreiteter Bilder…

Die Kategorie ‚Frau‘ ist noch lange nicht erschöpft

29. März 2022 | Sandra Beaufaÿs

Was bedeutet es eigentlich, wenn ich es anderen immer recht machen möchte, den kompletten Alltag meiner Familie organisiere, dabei gleichzeitig sexuell attraktiv und möglichst auch ökonomisch unabhängig sein sollte, allerdings trotz mehr Arbeit weniger Geld verdiene und meine Arbeit auch noch entwertet ist? Ganz einfach: Es…